HPU - Stoffwechselstörung Hämopyrrollaktamurie

Hämopyrrollaktamurie, kurz HPU genannt, ist eine vererbbare Stoffwechselstörung, die relativ häufig vorkommt. Es wird geschätzt, dass 10% Prozent aller Frauen und 1% aller Männer davon betroffen sind. In meiner Praxis jedoch erlebe ich, dass ca. 70-80 % meiner Patienten von HPU betroffen sind, was verständlich ist, da die Häufigkeit des Auftretens von HPU bei Patienten mit chronischen Erkrankungen und Patienten, die Psychotherapie in Anspruch nehmen, bei mindestens 50% liegt.

Die Stoffwechselstörung HPU bewirkt, dass sich die biochemische Struktur des Häms im Hämoglobin spiegelverkehrt schließt, was auf Dauer zu einem massiven Mineralstoff und Vitamin-Mangel auf Zellebene führt (nicht selten sind die Nährstoffe im Blut ausreichend vorhanden, sie gelangen aber nicht mehr in die Zellen). Gleichzeitig existiert im Körper auch ein eklatanter Mangel an funktionsfähigem Häm, wodurch wichtige Stoffwechselabläufe wie Sauerstofftransport, Entgiftung und Energiegewinnung nur mangelhaft oder gar nicht funktionieren. Langfristig werden dadurch Gelenke, Organe, Muskeln, Nerven und Mitochondrien geschädigt. 

HPU verursacht eine breite Palette von Symptomen auf körperlicher und psychischer Ebene. Besonders häufige körperliche Symptome sind unter anderem Magen-Darm Probleme, Allergien, Haut- und Schleimhautprobleme, Herz-Kreislauferkrankungen, Blutdruckprobleme, Infektanfälligkeit, Menstruationsbeschwerden, Störungen der Fruchtbarkeit sowie Muskel- und Gelenkbeschwerden. Psychische Beschwerden sind ebenso vielfältig: Von depressiven Verstimmungen, Schlafstörungen, Ängsten, schneller Erschöpfbarkeit, mangelnder Stressresistenz, Konzentrationsstörungen, ADHS, Asperger-Symptomen, Hypersensibilität und allgemeiner Labilität, chronic fatigue Symptomen bis hin zu Burnout-Symptomen.

HPU-Betroffene sind also häufig Patienten mit einer eigentümlichen Sammlung von behandlungsresistenten Symptomen. Sie gehen verzweifelt von Arzt zu Arzt, ohne wirklich Frieden und Gesundheit zu finden. Sehr oft landen sie, wie bereits erwähnt in der psychosomatischen Ecke, da viele Therapeuten HPU weder kennen noch diagnostizieren und daher keine körperliche Erklärung für die Symptomatik finden. Dies erklärt auch, warum viele der Patienten meiner psychotherapeutischen und naturheilkundlichen Praxis HPU-positiv sind. Oft ist es eine große Erleichterung für sie herauszufinden, dass sie sich ihre Symptome nicht etwa einbilden, sondern dass es dafür tatsächlich eine physische, gut behandelbare Ursache und Erklärung gibt.

Haben Sie den Verdacht, dass bei Ihnen eventuell HPU vorliegt? Dann können wir dies problemlos mit einem Urintest überprüfen. 

Die Stoffwechselstörung lässt sich gut behandeln, wenn auch nicht vollkommen beheben – d.h. die Neigung vor allem in Stresssituationen mit erhöhtem Mineralstoff und Vitaminverlust zu reagieren bleibt ein Leben lang bestehen. Das Wunderbare jedoch an dem Wissen um HPU ist, dass man mit natürlichen Mitteln das System ganz wunderbar stabilisieren kann, so dass zwar die HPU-typische (und ja eigentlich auch positive) sensible Persönlichkeit bleibt, aber Klarheit, Kraft, Stabilität und Energie in das System kommt.

Mehr Informationen zu HPU bekommen Sie in meinem Buch und gerne während eines persönlichen Gesprächs

© Dr. phil. Milena A. Raspotnig    Impressum  Datenschutzverordnung